Saturday, July 7, 2007

Tonbänder aus erstem NS-Prozess in Ulm aufgetaucht

Im Zuge der Recherchen für eine Ausstellung über den sogenannten Ulmer Einsatzgruppenprozess wurden im Landgericht Ulm Tonbänder mit der Urteilsverkündung vom August 1958 entdeckt. Die Tonbänder sind als Archivgut vom Landesarchiv Baden-Württemberg übernommen worden, wo sie konservatorisch bearbeitet und für Nutzungen bereitgestellt werden.

Der Ulmer Einsatzgruppenprozess war der erste Prozess wegen NS-Gewaltverbrechen, der vor einem deutschen Gericht verhandelt wurde. Angeklagt waren Angehörige eines sogenannten Einsatzkommandos, denen Massenerschießungen im Raum Tilsit zur Last gelegt wurden. Der Prozess leitete eine Wende in der Aufarbeitung der NS-Verbrechen ein und war auch Auslöser für die Gründung der Zentralen Stelle zur Ermittlung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen in Ludwigsburg, deren Arbeit bis heute noch nicht abgeschlossen ist.

Eine erste technische Analyse durch das Audiovisuelle Archiv des Landesarchivs Baden-Württemberg hat ergeben, dass die Qualität der Tonbänder trotz ihres Alters von fast 50 Jahren sehr gut ist. Die Bänder enthalten Tonmaterial im Umfang von rund sechs Stunden; zu hören ist die Urteilsverkündung samt Begründung. Die Tonbänder geben nicht nur den von der schriftlichen Fassung abweichenden mündlichen Vortrag wieder, als authentische Zeugnisse geben sie bis hin zu Betonungen und Sprechpausen Einblicke in die gespannte Atmosphäre im Gerichtssaal. Sie sind damit eine wichtige Ergänzung der Prozessakten, die der Forschung schon seit längerem zugänglich sind.

Die Tonbänder werden im Staatsarchiv Ludwigsburg zusammen mit den dort verwahrten Akten über den Ulmer Einsatzgruppenprozess (Bestand EL 322 II) inventarisiert und stehen der Öffentlichkeit im Rahmen der Bestimmungen des Landesarchivgesetzes für eine Einsichtnahme zur Verfügung. Eine Nutzung des kompletten Tonmaterials ist im AV-Archiv des Landesarchivs beim Hauptstaatsarchiv Stuttgart möglich. Einen kleinen Ausschnitt finden Sie unten.

Eine erste detaillierte wissenschaftliche Analyse der Tonbandaufnahmen erfolgt im Rahmen der Vorbereitungen für die 2008 geplante Ausstellung über den Prozess, die derzeit unter Federführung des Hauses der Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Ulm und dem Staatsarchiv Ludwigsburg vorbereitet wird.

Der sensationelle Fund war nur möglich durch eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Haus der Geschichte und dem Landesarchiv. Den entscheidenden Hinweis, dass Tonbandaufnahmen im Gerichtssaal stattgefunden haben müssen, hatte nämlich eine Mitarbeiterin des Hauses der Geschichte im Rahmen der Vorbereitungen für die Ausstellung im nächsten Jahr bei ihren Recherchen in den Prozessakten im Staatsarchiv Ludwigsburg entdeckt. Aufgrund der Hinweise aus dem Haus der Geschichte hat das Staatsarchiv alle in Frage kommenden Stellen (Staatsanwaltschaft beim Landgericht, Landgericht) eindringlich gebeten, nach dem Verbleib von Tonmaterial aus dem Prozess zu fahnden. Nach intensiver Suche wurden die gesuchten Tonbänder daraufhin von Mitarbeitern des Landgerichts Ulm auf dem Dachboden des Gerichtsgebäudes entdeckt und - ebenso wie die bereits früher übernommenen Akten - an das Staatsarchiv übergeben.

Mit der Übergabe der Bänder an das Landesarchiv ist der Erhalt der Bänder nunmehr ebenso gesichert wie ihre allgemeine Zugänglichmachung für die Öffentlichkeit im Rahmen der Bestimmungen des Landesarchivgesetzes.

Weitere Informationen über die Übernahme der Tonbänder erteilt Frau Dr. Elke Koch (Tel.: 07141/186321) oder Herr Dr. Christian Keitel (Tel.: 07141/186333). Wegen Nutzungswünschen setzen Sie sich bitte mit dem AV-Archiv im Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Frau Degener (Tel.: 0711/212-4232) oder Herr Schäffner (Tel.: 0711/212-4235)) in Verbindung. Über das Ausstellungsvorhaben informiert das Haus der Geschichte in Stuttgart.
(persbericht Landesarchiv-Badden-Württemberg ).

More information: website Landesarchiv

Monday, July 2, 2007

Archivos como herramientas de justicia

La semana pasada tuve la oportunidad de reunirme con varios colegas de latinoamerica para discutir acerca de las situaciones actuales de nuestros sistemas nacionales de archivos.
Cada realidad era muy diferente, cada una tenía sus diferentes necesidades , compartimos las diferentes experiencias acerca de los proyectos a nivel archivístico.
En el transcurso de la reunión varios debates fueron de suma importancia , pero hubo uno que me dejo ver que los " archivos son herramientas de justicia".Los países que tuvieron alguna vez una dictadura como Chile, Guatemala,Uruguay y Argentina comenzaron hacer referencia de todas las diferentes situaciones.
Chile dijo acerca de la dictudura de terror que vivieron en los años 70 con Pinochet y como los archivos sirvieron para aclarar situaciones de crimenes de guerra. Argentina habló sobre los los expedientes médicos de los niños que fueron arrancados de sus madres y dados a los oficialistas. Guatemala decia que se encontró el archivo de la policía en el cual venian las fichas de las personas torturadas y que en la parte de la huella dactilar venia la huella cortada del propio dedo.Uruguay con una historia similar que la de los otros paises suramericanos hablaban acerca de los archivos de los detenidos y como describian los planes.
Pero el más macabro fue el de la Operación Condor (la operación condor fue la unión de los paises con regimen de derecha extrema para matar a los contrarios).
Por eso los archivístas nos volvemos parte de la recuperación de los derechos de los que se los fueron quitados.
Por eso la información tiene que ser clara, oportuna y eficiente porque atravez de esto nos damos cuenta que nuestra labor va más alla de un servicio de calidad.
Nuestro trabajo es capaz devolverle la dignidad a las personas.